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Ein Umzug kan einen weit führen

Wenn ein Umzug anliegt, sind die Gefühle oft mehr als gemischt. Der Eintritt in einen neuen Lebensabschnitt mag Freude bereiten, der Weg dorthin ist jedoch lang und birgt viele Strapazen. Wir geben nützliche Tipps um einen günstigen Umzug so stressfrei wie möglich zu gestalten.

Chaos braucht niemand. Zerbrochene Gläser, zerkratzte Fußböden, Macken im Treppenhaus und Verletzungen tragen nicht nur zur schlechten Stimmung bei, sondern rauben Zeit. Einige Dinge kann man aber steuern, um den Stress aus dem Umzug zu nehmen:

1. Rechtzeitig den Umzugstermin festlegen

Je früher der Termin für den Umzug feststeht, um so mehr Zeit bleibt, um alles drumherum zu planen. In der Regel sollten 4 Monate Vorlaufzeit reichen, um Behördengänge abzuschließen, den Transport zu organisieren oder Abonnements umzuleiten.

2. Hilfe und Helfer organisieren

Viele Helfer beim Umzug

Viele Hände machen schnell ein Ende. Ganz gleich ob privat oder von einem Umzugsservice

Wenn ein Umzug kurzfristig geplant ist, muss man auch Abstriche bei den Helfern machen. Freunde und Verwandte haben oft nicht kurzfristig Zeit und fallen so als Umzugshelfer aus.

Zwar gibt es verschiedene Portale, auf denen man Umzugshelfer bestellen kann – meistens sind dies Studenten – doch auch hier kann es sein, dass man kurzfristig niemanden findet. Das gilt insbesondere für Umzüge vom und auf das Land oder in Kleinstädten.

Nicht nur bei größeren Wohnungen ist man in jedem Fall auf der sicheren Seite, wenn man eine professionelle Umzugsfirma beauftragt. Die Preise variieren hier stark, um optimal vergleichen zu können, bieten sich Vergleichsportale wie meinumzugshelfer an.

3. Sich von alten Sachen trennen

Rund zwei Monate vor Auszug sollte man beginnen in Schränke und Schubladen zu schauen und sich überlegen, ob man die Dort gefundenen Dinge denn wirklich noch braucht. Oft schleppt man über Jahre hinweg Sachen mit sich herum, die man lange nicht benutzt hat und wohl auch nicht mehr benutzen wird. Das Skateboard verstaubt, weil man es nie geschafft hat zu fahren? Omas altes Geschirr liegt noch irgendwo ungebraucht im Küchenschrank? Das alles sind Gegenstände, die auf Flohmärkten und im Internet interessierte Abnehmer finden – oder die vielleicht auch schon lange entsorgt gehören.

4. Art und Weise des Packens

Kisten packen ist anstrengend und unter Zeitdruck sehr unangenehm. Auch wenn es die Wohnqualität etwas mindert: Rund drei Wochen vor Auszug sollte mit dem Einpacken begonnen werden.  Wichtig dabei ist:

Umzugskartons richtig packen ist wichtig

Ein System für Kartons ist wichtig. Auch Umzugsunternehmen arbeiten so

  • Die Umzugskartons sollten stabil sein. Alte Kartons, die einmal gekaufte und zugesandte Produkte enthielten und die mit Klebeband zugeklebt werden müssen sind oft nicht solide und machen beim Auspacken keinen Spaß. Richtige Umzugskartons bekommt man im Internet oft geschenkt – einfach mal für die eigene Region nachschauen
  • Alles was zerbrechlich oder sensibel ist sollte in  Zeitung, luftgepolsterter Folie oder Decken eingewickelt und verstaut werden. Die Zwischenräume können auch damit gefüllt werden, dann bleibt alles stabil.
  • Die Inhalte der Umzugskartons sollten ein System haben. Am Besten sollten Dinge aus verschiedenen Zimmern nicht gemischt werden. Aufschriften und bunte Zettel helfen bei der Zuordnung. Wer den Schnitt der neuen Wohnung im Kopf hat, kann gleich so packen, dass Kartoninhalte und Zimmer im neuen Zuhause perfekt passen. So macht Auspacken auch mehr Spaß.
  • Auch wenn stabile Umzugskisten besorgt worden sind: Die Kartons sollten nicht zu voll sein. Maximal 20 Kg pro Karton sind eine gute Faustregel.

Schrauben und Kleinteile können gleich in einer Tüte gesammelt und mit Klebeband an einen Schrankteil geklebt werden. So geht nichts verloren.

5. Umzugswagen besorgen

Mittlerweile haben die Privathaushalte in Deutschland so viel Besitz, dass der Umzug mit einem einfachen PKW nicht mehr zu bewerkstelligen ist. Frühzeitig einen geeigneten Transporter anzufragen und zu mieten heißt hier die Devise. Am stressfreisten ist allerdings ein Umzugsunternehmen, das den Transporter gleich mit bringt. Vergleichen lohnt sich hier.

6. Halteverbotszone beantragen

Oft werden Parkplätze vor dem Haus mit Stühlen und Absperrband reserviert, wenn ein Umzug ansteht. Das ist illegal. Die sichere Variante besteht darin, beim Ordnungsamt oder der Straßenverkehrsbehörde Halteverbotszonen zu beantragen. Damit bekommt man amtliche Verkehrsschilder, mit denen ein bestimmter Bereich offiziell abgesperrt werden darf. Hier können jedoch je nach Bundesland unterschiedliche Reglungen bei Umzügen an Feiertagen gelten.

7.  Strom, Gas und Telefon ummelden

Sechs bis acht Wochen vor  Umzug sollte der jeweilige Strom-, Gas- und Telefonanbieter über die neue Adresse informiert werden. Am Umzugstermin selbst sollten dann auf jeden Fall die Zählerstände von Strom und Gas in der alten und der neuen Wohnung notiert werden.

8. Die Post umleiten

Es sollte eine Liste erstellt werden, in der alle relevanten Institutionen und Abonnements stehen, die regelmäßig Post zusenden. Hierzu gehören

  • Die eigene Krankenkasse und ggf. die von Familienmitgliedern
  • Verschiedene Versicherungen
  • Banken
  • Vereine und andere Mitgliedschaften
  • Abo-Anbieter für Zeitungen oder Zeitschriften
  • Onlinemarktplätze und -shops, bei denen die eigenen Daten hinterlegt sind

9. Die Wohnungsübergabe

Streichen bei Ausug aus der Wohnung ist oft Pflicht

Im Mietvertrag steht, welche Reparaturen und Leistungen der Mieter erbrigen muss

Viele Mietverträge regeln die Reparaturen, die der Mieter selber vornehmen muss. Hier lohnt sich ein Blick in den eigenen Vertrag, um abschätzen zu können, was alles noch gemacht werden muss.

Oft muss frisch gestrichen und es müssen kleinere Schönheitsreparaturen vorgenommen werden. Auch die Endreinigung kann Probleme bereiten, für die eine professionelle Umzugsfirma oft Zeit spart. Bei einigen Firmen ist die Reinigung sogar als Standartleistung im beim Angebot mit einbegriffen.

10. Snacks & Co. für den Umzug

Egal ob für sich selbst oder die Helfer vor Ort: Nahrung und ausreichende Getränke sind wichtig um die Energie aufrecht zu erhalten. Rezepte für schnelle Snacks sind schnell im Internet gefunden, am Besten solche, die keines großen Aufwands bedürfen und ohne Tiefkühlfach auskommen – denn das sollte bereits einen Tag vor Umzug abgetaut sein.